Quarnbek 48

17 N atur und U mwelt „Erst stirbt die Biene, dann der Mensch..“ Schon Albert Einstein, von dem dieses Zitat stammt, war dieser Zusammenhang klar. Natürlich schafft der moderne Mensch es inzwischen, auch das zu übergehen: In China werden Obstbäume von Arbeitern per Hand mit Pinseln be- stäubt. Die Bestäubung durch Insekten erfolgt allerdings viel effektiver und führt zu deutlich höheren Erträgen – und das sogar ganz ohne Mindestlohn. Doch in China gibt es in wei- ten Teilen gar keine Insekten und Vögel mehr – verursacht durch gnadenlos hohe Pestizideinsätze. In weiten Teilen Amerikas mit seinen ausgedehnten Mono- kulturen gibt es ebenfalls kaum noch Wildinsekten. Mobile Bienen- und Hummelzuchtvölker haben den „Bestäuber- dienst“ übernommen und werden in Lastwagen tausende Meilen durch das Land gefahren und bestäuben – gegen ho- hes Honorar – die Kulturpflanzen, die jeweils gerade blühen (u.a. Mandeln, Pfirsiche, Tomaten). Ende des Sommers wer- den sie dann, wie zum Dank für ihre Dienste, vergast. Über 80% unserer heimischen Nutz- und Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Dazu zählen Raps, Kohl, Rüben, Kartoffeln, Tomaten, Kürbis und viele weitere Gemüsesorten sowie alle Obstsorten (z.B. Äp- fel, Erdbeeren, Wein). Sicherlich werden bei uns viele Kul- turen zu einem großen Teil durch Honigbienen bestäubt, die von Imkern gezielt zur Blüte aufgestellt werden. Doch ist unlängst bekannt, welch hohen Wert die Bestäubung durch deren „wilde Verwandtschaft“, die Wildbienen und Hum- meln, hat: sie führen zu einer deutlich höheren Ernte bei al- len Kulturpflanzen und besonders für Obstbauern sind sie so gut wie unverzichtbar. Denn zur Zeit der Apfelblüte ist es bei uns oft noch sehr kalt, Honigbienen sind allerdings wär- meliebend und erst ab etwa 12 Grad aktiv. Ganz anders die Hummeln, sie sind durch ihren Körperbau an kalte Tempera- turen angepasst und schon ab 5-6 Grad unterwegs. In manch einem kalten Frühjahr haben wir es also den Hummeln fast vollständig zu verdanken, dass die Blüten überhaupt bestäubt werden und die Bäume später im Jahr Früchte tragen. Für eine Zukunft mit Bienen und Schmetterlingen Der Rückgang der Insekten und Vögel in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt zeigt, wie empfindlich und verletzlich unsere Ökosysteme sind. Weil auch der Mensch nur ein Teil dieses großartigen Gefüges ist, wird es endlich Zeit für grundlegende Veränderungen in der Agrarpolitik. Besonders giftige Pestizide, die nachweislich in hohem Ma- ße für das Insekten- und Vogelsterben verantwortlich sind, müssen verboten werden. Der Pestizideinsatz sollte generell viel stärker eingeschränkt werden. Die Agrarkonzerne versu- chen den Landwirten leider noch immer zu vermitteln, dass mehr Chemie auch automatisch mehr Ertrag bedeutet. Es ist an der Zeit zu erkennen, dass Landwirtschaft auch naturver- träglich sein kann! Viele neuere Untersuchungen belegen bereits, dass z.B. die Anlage von Blühstreifen – trotz des ge- ringfügigen Flächenverlusts – den Ertrag steigert. Das Land Schleswig-Holstein fördert Landwirte finanziell, die Blüh- streifen und Blühflächen anlegen – ein erster guter Schritt! Wo Nutzinsekten, Vögel und Fledermäuse einen Lebens- raum finden, treten Schadinsekten in deutlich kleinerer Zahl auf – so wie in einem intakten Ökosystem. Wo wenig Gifte eingesetzt werden, ist auch die Zahl der Bodenorganismen (z.B. Regenwürmer) deutlich erhöht, die Humusbildung da- mit stark verbessert, und der Ertrag steigt. Der biologische Landbau zeigt besonders viele Wege auf, wie Landwirtschaft funktionieren kann, ohne die Natur und Umwelt zu belasten. Text und Fotos: Dipl. Biol. Natascha Gaedecke UNSERE BIRKE SPA ANGEBOTE Montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr schenken wir Ihnen den Eintritt* ENTSPANNUNG AM MORGEN *Gültig bei Buchung einer der folgenden Anwendungen: Meeresexpress, Gold der Ostsee, Schöne Hände, Wellenbrecher, Schöne Beine Sonntags von 14 bis 22 Uhr zahlen Sie nur 22,00 EUR Eintritt WOHLFÜHL-SONNTAG ENTSPANNUNG IN 4 SAUNEN S KOSMETIKPRODUKTE AUS DER OSTSEE KOSMETIKANWENDUNGEN & MASSAGEN HAFEN DER ERHOLUNG AUF 6x4 METERN Hotel Birke, Martenshofweg 2-8, 24109 Kiel, 0431 5331-221, www.Hotel-Birke.de Hotel Birke Verw.-Ges. mbH, HRB Kiel 14210, GF R. Birke WEIHNACHTS- GESCHENKIDEE Wohlfühlmomente verschenken

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