Quarnbek 48
18 DRK O rtsverein Q uarnbek Eine Ära geht zu Ende… Am 19. September 2018 fand zum letzten Mal das Blutspen- den, organisiert von unserem DRK Ortsverein, statt. Damit endete ein annähernd 50jähriges Kapitel ehrenamtlicher Tä- tigkeit und wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Betei- ligten – Helfer und Spender! – dafür bedanken. Helfer gab es in diesen Jahren viele. Angefangen hat es mit Mitgliedern des DRK Ortverein Quarnbek, die mit einem Team das Blutspenden in unserer Gemeinde ins Leben geru- fen haben. Und mit den Mitgliedern des Jugendrotkreuzes in Quarnbek, die das Team unterstützten. Das Team in seiner Besetzung wechselte in all den Jahren immer mal wieder: zuletzt bestand es aus Christiane Jäger, Henrike Boysen, Nina Boysen, Christel Müller und Karin Mevs. Allen „Mit- wirkenden“ gilt unser Dank. Die Spender, die leider mit den Jahren immer weniger wur- den, kamen nicht nur aus unserer Gemeinde, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden. Zuletzt war unser DRK Ortsverein der einzige im Bereich des Amtes Achterwehr, der Blutspenden angeboten hat (außer einem einmaligen Versuch des TSV Melsdorf). Viele Spender haben jede ih- rer Spenden in Strohbrück abgegeben, mehrmals hatten wir sogar eine Ehrung für die 100. Blutspende. Es gab sehr viele treue Spender bei unseren Terminen! Denn was beim letzten Blutspendetermin deutlich wur- de und auch immer wieder gesagt wurde: Die Atmosphäre beim Blutspenden in Strohbrück war einfach wunderbar! Das Team hat es einfach verstanden, den Spendern ein fa- miliäres, gemütliches und geborgenes Umfeld zu bieten. Ob Erstspenden oder „Wiederholungstäter“, jeder wurde herz- lich empfangen und umsorgt. Ob bei der Anmeldung, im Imbissraum oder bei der Verabschiedung: auf jeden wurde vom Team geachtet. Allein der Imbissraum! Seit Jahren wunderhübsch dekoriert und eingedeckt, lud zum Wohlfühlen ein. Dort gab es auch für jeden Spender einen liebevoll zurechtgemachten und dekorierten Teller mit Broten (bei Bedarf auch mehr oder individuell belegt…). Kaffee, Tee, O-Saft (zum Bedauern einiger gab’s kein Bier…), alles wurde freundlich angebo- ten und die Stimmung im Imbissraum war einfach gut! Es wurde so viel gelacht und geschnackt, selbst „Fremde“ oder Erstspender wurden mit einbezogen, so dass der Imbiss nach der Spende zum Kaffeeklatsch wurde. Eben einfach locker und zum Wohlfühlen. Auch wenn sich das Team vom Blutspendedienst Nord manchmal daran störte, selbst im Spenderraum ging es lo- cker zu. Über die Liegen hinweg wurde geschnackt und gelacht, so dass manch einer gar nicht merkte, wie schnell seine Blutspendebeutel gefüllt war. Man fühlte sich dort nie alleingelassen, man war „unter Freunden“. Seit ein paar Jahren hatten wir vom Ortsverein uns ange- wöhnt, den Spendern beim Abschied noch eine Kleinigkeit als Dankeschön zu überreichen. Meist Schokolade oder an- deres Naschzeug, denn andere Geschenke wie Regencapes, Blumen, Stofftiere o.ä. kamen nicht so gut an d . Ja, diese Zeit ist jetzt vorbei. Was alle Spender sehr bedauer- ten und auch zum Ausdruck brachten. Aber auch alle hatten Verständnis dafür, dass das Team aus persönlichen und zeit- lichen Gründen die Arbeit nicht fortführen kann. Beim letzten Blutspenden konnten wir uns dann noch ein- mal bei unserem Team für die tolle Arbeit bedanken. Auch der Blutspendedienst Nord und unser Bürgermeister Klaus Langer waren gekommen, um die Leistungen des Teams um Christiane Jäger sowie unserer Hausmeister zu würdigen. Wir vom DRK Ortsverein Quarnbek möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz, ganz herzlich bei allen, die jemals und zuletzt dazu beigetragen haben, dass das Blutspenden stattfinden konnte, bedanken. Denn nicht nur die Spender sind Lebensretter, auch die, die dafür gesorgt haben, dass wir spenden konnten und damit zu Lebensrettern wurden, sind Retter. Wie es jetzt weitergeht? Man wird sehen… Im Amtsbereich Achterwehr gibt es nun gar kein Blutspenden mehr. Krons- hagen, Neuwittenbek, Groß Vollstedt, Uniklinikum im Citti- Park…, das sind dann wohl die nächsten Anlaufstellen für Blutspender. Wir werden uns bemühen, die dortigen Termi- ne in unserer Gemeinde bekannt zu geben. Unseren DRK Ortverein Quarnbek gibt es trotzdem weiter- hin. Wenn sich also jemand findet, der das Blutspenden in Strohbrück fortführen möchte und Spaß an der Organisation hat, dem würden wir das „Dach“ bieten. Mitgliedschaft im DRK wäre auch nicht zwingend erforderlich. Vielleicht fin- det sich doch noch jemand d . Wir würden uns sehr freuen! Maren Osbahr und Brigitte Reimnitz
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